Mietwagen oder öffentliche Verkehrsmittel auf Madeira? Was ist das Beste für Ihre Reise? (Reiseführer 2026)
Mietwagen auf Madeira oder lieber öffentliche Verkehrsmittel nutzen? Vergleichen Sie Kosten, Flexibilität und Streckennetz, um die beste Möglichkeit zu finden, die Insel im Jahr 2026 zu erkunden.
Veröffentlicht am April 7, 2026

Planen Sie eine Reise nach Madeira und fragen sich, wie Sie sich dort am besten fortbewegen? Das ist eine der ersten praktischen Fragen, die sich jeder Besucher stellt, und die Antwort ist nicht so einfach, wie sie scheint. Madeira ist zwar eine kleine Insel, aber gleichzeitig ein gebirgiges und geografisch komplexes Reiseziel, bei dem die Wahl des Transportmittels maßgeblich die Qualität Ihres Erlebnisses beeinflusst. Dieser Reiseführer stellt Ihnen beide Optionen übersichtlich vor, damit Sie entscheiden können, was am besten zu Ihren Reiseplänen, Ihrem Budget und Ihrem persönlichen Reisestil passt.
Madeiras Geographie verstehen – zuerst

Bevor man die verschiedenen Transportmöglichkeiten vergleicht, ist es hilfreich zu verstehen, was für eine Insel Madeira eigentlich ist. Anders als flache Küstenorte, wo Busse und Züge jeden Winkel verbinden, ist Madeira eine Vulkaninsel mit dramatischen Höhenunterschieden, tiefen Tälern und einem Straßennetz, das sich durch Gebirgspässe und entlang von Küstenklippen schlängelt. Die Hauptstadt Funchal liegt an der Südküste und ist relativ gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Doch der Rest der Insel, einschließlich ihrer atemberaubendsten Naturdenkmäler, präsentiert sich völlig anders.
Diese geografischen Gegebenheiten sind der mit Abstand wichtigste Faktor in der Debatte um Mietwagen versus öffentliche Verkehrsmittel auf Madeira. Was in einem Kontext gut funktioniert, kann in einem anderen Kontext zum Problem werden.
Öffentlicher Nahverkehr auf Madeira: Was er abdeckt und wo er Schwächen aufweist
Innerhalb von Funchal

In Funchal ist der öffentliche Nahverkehr wirklich gut ausgebaut. Das Busnetz Horários do Funchal verbindet das Stadtzentrum mit seinen verschiedenen Stadtteilen, darunter die Hotelzonen an der Küste und Viertel wie Monte und Santo António. Für Besucher, die in Funchal übernachten und vorwiegend Aktivitäten in der Stadt planen, wie die Erkundung der Altstadt, einen Besuch des Mercado dos Lavradores oder eine Fahrt mit der berühmten Seilbahn Monte Palace, sind Busse und sogar die kultigen gelben Tuk-Tuks sehr praktisch.
In Funchal gibt es auch Taxis und Fahrdienstvermittler wie Bolt, die den öffentlichen Nahverkehr für kurze Fahrten innerhalb der Stadt zu einem vernünftigen Preis ergänzen können.
Jenseits von Funchal: Die wahre Grenze

Die Situation ändert sich deutlich, sobald man die Hauptstadt verlässt. Regionale Buslinien, betrieben von Unternehmen wie SAM und Rodoeste, verbinden Funchal zwar mit Orten wie Câmara de Lobos, Ribeira Brava, Santa Cruz und Machico. Diese Strecken sind jedoch primär für Pendler unter den Einwohnern ausgelegt und nicht für Touristen, die bestimmte Aussichtspunkte oder Naturgebiete besuchen möchten.
Die Taktung ist ein großes Problem. Viele Strecken außerhalb von Funchal werden nur wenige Male am Tag bedient, manchmal nur einmal morgens und einmal nachmittags. Verpasst man einen Anschluss, muss man unter Umständen stundenlang auf den nächsten Zug warten. Und das setzt voraus, dass das gewünschte Ziel überhaupt angefahren wird.
Ikonische Orte wie Fanal, der uralte Lorbeerwald im Nordwesten, sind nicht direkt mit dem Bus erreichbar. Dasselbe gilt für die meisten Ausgangspunkte der Levada-Wanderwege, die oft an Bergstraßen liegen, die nur mit dem Auto befahren werden können. Wenn Sie Madeiras Naturerlebnis auf Ihrer Reise unbedingt genießen möchten – und das ist für die meisten Besucher der Fall –, verpassen Sie mit der alleinigen Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel die schönsten Seiten der Insel.
Organisierte Touren als Alternative
Eine Alternative bieten organisierte Tagesausflüge. Mehrere Anbieter in Funchal bieten Jeep-Touren, Minibus-Ausflüge und Themenreisen an, die Gruppen zu sonst unzugänglichen Orten führen. Diese Touren können eine gute Option für bestimmte Aktivitäten sein, insbesondere wenn Sie nur kurz in der Stadt sind und zwei oder drei Highlights erleben möchten, ohne selbst zu fahren. Der Nachteil: Sie sind an einen festen Zeitplan, eine feste Gruppe und eine festgelegte Route gebunden. Spontaneität und Flexibilität, die Kennzeichen eines wirklich individuellen Reiseerlebnisses, fehlen weitgehend.
Ein Auto mieten auf Madeira: Ein Plädoyer für die Freiheit

Zugang ohne Kompromisse
Das stärkste Argument für einen Mietwagen auf Madeira ist die unübertroffene Flexibilität. Mit dem eigenen Fahrzeug erreichen Sie jeden Winkel der Insel ganz nach Ihren Wünschen. Sie können zu Madeiras spektakulärsten Aussichtspunkten fahren und dort so lange verweilen, wie Sie möchten. Sie können den Ausgangspunkt einer Levada-Wanderung bei Sonnenaufgang erreichen, bevor die Touristenmassen eintreffen. Sie können spontan einen Abstecher auf eine reizvolle Bergstraße machen, in einer Dorfbäckerei einkehren, um ein Bica und ein Pastel de Nata zu genießen, und Ihre Reise in Ihrem eigenen Tempo fortsetzen.
Dieses Maß an Unabhängigkeit lässt sich durch keine Kombination aus Bussen, Taxis und Touren erreichen, insbesondere wenn man während seines Aufenthalts mehr als zwei oder drei wichtige Sehenswürdigkeiten besichtigen möchte.
Kostenvergleich: Ausgewogener als Sie vielleicht denken
Es herrscht die weitverbreitete Annahme, dass ein Mietwagen teurer ist als öffentliche Verkehrsmittel. Auf Madeira sollte diese Annahme jedoch hinterfragt werden. Busfahrten innerhalb von Funchal sind zwar günstig und kosten in der Regel unter 2 € pro Fahrt. Berücksichtigt man jedoch Taxis zu Sehenswürdigkeiten, die nicht mit dem Bus erreichbar sind, die Kosten für organisierte Touren und den Zeitverlust durch unflexible Fahrpläne, können die Gesamtausgaben die Kosten eines Mietwagens erreichen oder sogar übersteigen, insbesondere bei Aufenthalten von fünf Tagen oder länger.
Mietwagen auf Madeira sind preisgünstig, insbesondere bei Buchung über lokale Anbieter. Ein im Voraus gebuchter Kleinwagen kostet je nach Saison zwischen 25 und 40 Euro pro Tag, wobei Wochenpreise noch günstiger sind. Ein weiterer Vorteil: Auf Madeira gibt es keine Mautstraßen. So entfallen zusätzliche Kosten, die Autofahrer auf dem portugiesischen Festland oder in anderen europäischen Ländern oft überraschen. Auch die Kraftstoffkosten sind angesichts der überschaubaren Größe der Insel relativ moderat.
Für Paare oder Familien, die sich die Kosten für einen Mietwagen teilen, ist die Kostenstruktur noch günstiger. Aufgeteilt auf zwei oder vier Personen ist ein Mietwagen pro Person oft günstiger als der Kauf einzelner Bustickets und Pauschalreisen für dieselben Aktivitäten.
Abholung Ihres Fahrzeugs: Komfort vom ersten Tag an

Ein logistischer Vorteil, der nicht unterschätzt werden sollte, ist die Möglichkeit, einen Mietwagen direkt am Flughafen Madeira abzuholen. Dank der bereits organisierten Anreise können Sie direkt zu Ihrer Unterkunft oder Ihrem ersten Ziel fahren, ohne sich mit Gepäck durch Buslinien quälen zu müssen. Die Anmietung eines Autos am Flughafen Madeira ist unkompliziert, und die Wahl eines vertrauenswürdigen lokalen Anbieters garantiert Ihnen ein reibungsloses und persönliches Erlebnis vom Moment Ihrer Landung an.
Wie sieht es mit den Fahrbedingungen aus?
Eine ehrliche Bewertung der Autovermietung auf Madeira wäre unvollständig, ohne auf die Straßen einzugehen. Madeiras Topografie bedingt, dass einige Strecken, insbesondere im Norden und im zentralen Hochland, steile Anstiege, enge Kurven und schmale Fahrspuren aufweisen, auf denen beim Überholen zweier Fahrzeuge Vorsicht geboten ist. Dies ist kein Grund, aufs Autofahren zu verzichten, sondern vielmehr ein Grund, mit Bedacht vorzugehen.
Die Hauptautobahn, die Via Rápida, ist modern, gut ausgebaut und verbindet die wichtigsten Orte der Insel effizient. Die meisten beliebten Touristenrouten sind für Fahrer mit normaler Fahrpraxis problemlos zu bewältigen. Langsames und sicheres Fahren auf Bergstraßen genügt in der Regel. Erstbesucher, die bereits Erfahrung mit hügeligen oder ländlichen Gebieten in anderen europäischen Ländern haben, gewöhnen sich meist innerhalb der ersten Stunde an die Strecke.
Wer sollte welche Option wählen?
Öffentliche Verkehrsmittel sind sinnvoll, wenn Sie:
- Wir bleiben ausschließlich in Funchal und haben keine Pläne, die übrige Insel zu erkunden.
- Sie besuchen die Stadt nur für einen sehr kurzen Zeitraum (ein oder zwei Tage) mit einem eng gefassten Programm.
- Sie fahren ungern selbst und nehmen gerne an organisierten Tagesausflügen außerhalb der Hauptstadt teil.
Ein Mietwagen ist sinnvoll, wenn Sie:
- Möchten Sie Madeiras Naturlandschaften, Levadas und Bergaussichtspunkte in Ihrem eigenen Tempo erkunden?
- Bleiben Sie drei Tage oder länger und möchten Sie das Beste aus Ihrer Reise herausholen?
- Sie reisen mit Ihrem Partner, Ihrer Familie oder einer kleinen Gruppe, bei der sich die Mietkosten durch gemeinsames Mieten reduzieren lassen.
- Flexibilität, Spontaneität und Unabhängigkeit sind uns wichtiger als die Einhaltung eines festen Gruppenplans.
- Sie möchten Gebiete jenseits von Funchal besuchen, darunter die Nordküste, das Paul-da-Serra-Plateau oder das Ostkap?

Unsere ehrliche Empfehlung
Für die überwiegende Mehrheit der Madeira-Besucher ist ein Mietwagen die bessere Wahl. Die Insel lädt zum Erkunden ein, und Erkundung erfordert Mobilität. Madeiras unvergesslichste Erlebnisse – der Blick über die Wolken von einem Berggipfel, eine Wanderung auf einer Levada durch einen uralten Wald oder der Blick auf den Atlantik von einem hochgelegenen Dorf im Norden – sind für diejenigen, die sich ausschließlich auf Busse und geführte Touren verlassen, schlichtweg nicht zugänglich.
Das Kostenargument spricht, ehrlich betrachtet, selten für öffentliche Verkehrsmittel bei Reisen von mehr als zwei Tagen. Das Freiheitsargument hingegen nie.
Wenn Sie Madeira auf die richtige Art und Weise erleben möchten, erkunden Sie die Fahrzeugoptionen bei 7M Rent a Car und buchen Sie Ihren Mietwagen bei einem lokalen Team, das die Insel kennt und sich wirklich darum kümmert, Ihre Reise zu einem außergewöhnlichen Erlebnis zu machen.
Häufig gestellte Fragen
Reicht der öffentliche Nahverkehr aus, um Madeira als Tourist zu erkunden?
Der öffentliche Nahverkehr in Funchal funktioniert gut, erschließt aber nur einen Bruchteil der landschaftlichen Höhepunkte der Insel. Die meisten Ausgangspunkte für Levada-Wanderungen, Aussichtspunkte in den Bergen und ländliche Gebiete sind nicht oder nur sehr selten mit Bussen erreichbar. Für ein umfassendes Madeira-Erlebnis ist ein Mietwagen die praktischste und flexibelste Lösung.
Wie viel kostet ein Mietwagen auf Madeira?
Die Mietpreise variieren je nach Saison, Fahrzeugtyp und Mietdauer. Kompaktwagen sind in der Regel ab ca. 25 bis 40 € pro Tag erhältlich, wobei Wochenmieten oft günstiger sind. Lokale Anbieter wie 7M Rent a Car bieten wettbewerbsfähige Preise und einen persönlichen, aufmerksamen Service, den größere internationale Ketten häufig nicht bieten können.
Gibt es mautpflichtige Straßen auf Madeira?
Nein. Madeira hat keine Mautstraßen. Das Schnellstraßennetz der Insel, die Via Rápida, ist komplett kostenlos nutzbar, wodurch Autofahren kostengünstiger ist als auf vielen anderen europäischen Inseln oder auf dem Festland. Dies ist einer der praktischen Vorteile, der Erstbesucher oft überrascht.
Ist es schwierig, in Madeira Auto zu fahren?
Manche Bergstraßen sind eng und kurvenreich, was anfangs ungewohnt sein kann. Die Hauptverkehrsstraßen hingegen sind modern und gut befahrbar. Die meisten Fahrer mit etwas Fahrpraxis gewöhnen sich schnell daran, und auf Nebenstraßen genügt es, vorsichtig zu fahren. Die Vorteile des Selbstfahrens – wie die größere Flexibilität und Unabhängigkeit – überwiegen für die meisten Besucher den anfänglichen Lernaufwand bei Weitem.





